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 <title>Spurensuche Harzregion e.V. </title>
    
   
 <link>www.spurensuche-harzregion.de</link>
   
 <description>Webseite des Vereins Spurensuche Harzregion</description>
   
 <pubDate>Wed, 14 Feb 2018 16:09:00 +0200</pubDate>
   
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 <language>de-de</language>
   
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		<title><![CDATA[Dokumentationsort Reichserntedankfest auf dem B&uuml;ckeberg]]></title>
        
		<link>http://www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/170</link>
        
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		<pubDate>Wed, 14 Feb 2018 16:09:00 +0200</pubDate>

        
		<creator>PV</creator>
        
        
		<category><![CDATA[publikationen]]></category>
                
		<keywords><![CDATA[resolution, b&uuml;ckeberg, hameln, reichsbauernstadt, goslar, reichserntedankfest]]></keywords>
        		<description><![CDATA[Spurensuche Harzregion aus Goslar zur aktuellen Auseinandersetzung um das Projekt. Resolution]]></description> 
            
		<content><![CDATA[

<br><hr><p align="center"><b>Spurensuche Harzregion e.V.</b><br>
1. Vorsitzender Dr. phil. Peter Schyga<br><br>

Badenstedter Str. 24, 30449 Hannover Tel. 0511 / 2152147<br>E-Mail: <a href="mailto:Peter.Schyga@gmx.de">Peter.Schyga@gmx.de</a>
<br><br>
www.spurensuche-harzregion.de</p>
<br><br>
<a href="https://drive.google.com/file/d/0B98B44DkmovibUgwRnpqSDdLVC1mQ1lNTnNXM1h3b1Zlb2Nv/view?usp=sharing">> PDF</a><br><br>
<b>Spurensuche Harzregion aus Goslar zur aktuellen Auseinandersetzung um das Projekt: Dokumentationsort Reichserntedankfest auf dem B&uuml;ckeberg</b><br><br>
Auf dem Areal des B&uuml;ckebergs bei Hameln/Emmerthal, auf dem die nationalsozialistischen Reichserntedankfeste der Jahre 1933-1938 stattfanden, soll ein Dokumentations- und Lernzentrum eingerichtet werden, das sich mit diesem j&auml;hrlichen gr&ouml;&szlig;ten Massenauflauf der NS-Zeit in zeithistorischer-kritischer Art besch&auml;ftigt. Ziel wird es sein, diesen f&uuml;r die Verbreitung und
Verankerung nationalsozialistischer Politik und Ideologie des Rassismus, der Ausgrenzung und der Kriegsvorbereitung bedeutenden Ort dem Vergessen zu entrei&szlig;en.<br><br>
Der j&auml;hrliche Erntedank war traditionell ein Fest der Kirchen und der Volksfr&ouml;mmigkeit, um Gott f&uuml;r die Segnungen der Natur zu danken. Im Sommer 1933 entrissen die Nationalsozialisten den Kirchen diesen im Jahresfestkalender bedeutenden Tag. Sie wollten die Menschen unter dem Banner der Blut-, Boden- und Rasseideologie zusammenf&uuml;hren, damit sie dem F&uuml;hrer Adolf Hitler huldigten. Eine treibende Kraft, dies traditionelle, im Volk tief verankerte Glaubensfest in einen kollektiven F&uuml;hrerschwur zu verwandeln, war die NS-Organisation Reichsn&auml;hrstand unter ihrem F&uuml;hrer Richard W. Darr&eacute;, Reichsbauernf&uuml;hrer und Reichsern&auml;hrungsminister, seit 1930 einer der engsten Vertrauten Adolf Hitlers. Dieser Darr&eacute; erkor 1934 die Stadt Goslar zur Reichsbauernstadt des Nationalsozialismus. Vor dem Kaiserhaus der Stadt zelebrierte die NS-F&uuml;hrungsriege manches Jahr
zwischen 1934 und 1938 den Ausklang des Reichserntedankfestes auf dem B&uuml;ckeberg.<br><br>
Der Verein Spurensuche Harzregion besch&auml;ftigt sich seit &uuml;ber 20 Jahren mit der &ouml;ffentlichen Aufarbeitung der Geschichte der Reichsbauernstadt. Goslar beherbergte die Reichsbauerntage 1934-1938, auf denen die Funktion&auml;re des Reichsn&auml;hrstands ihre Menschen zerst&ouml;renden Parolen und Handlungsanweisungen propagierten und organisierten. Wir wissen um die enge Verbindung
zwischen dem B&uuml;ckeberg und Goslar. Der Verein hat &uuml;ber die Jahre in vielf&auml;ltigen Formen den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern der ehemaligen Reichsbauernstadt Goslar immer wieder diese Vergangenheit nahegebracht. Keinem in dieser 1000-j&auml;hrigen Stadt gef&auml;llt es, je Reichsbauernstadt gewesen zu sein. Doch in ihrer Mehrheit sind die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger bereit, sich diesem Kapitel ihrer Geschichte zu stellen.<br><br>
Seit den ersten Bem&uuml;hungen, den Reichserntedankort dem Vergessen zu entrei&szlig;en und ihn seiner Bedeutung gem&auml;&szlig; zu einer St&auml;tte der Dokumentation und des Lernens zu nutzen, unterst&uuml;tzen wir diese Initiativen nach Kr&auml;ften. Wir kennen aus unserer Arbeit Widerst&auml;nde gegen eine sachgerechte Bearbeitung von NS-Geschichte sehr genau. Wir kennen auch die Geschichte der Versuche, das
B&uuml;ckebergprojekt zu verhindern genauso wie die aktuellen Widerst&auml;nde. Politiker und Ideologen, die die deutsche NS-Vergangenheit entsorgen wollen, konstruieren Bedenken, um Menschen der nahen Umgebung des B&uuml;ckebergs gegen dies f&uuml;r die deutsche Erinnerungskultur bedeutende Projekt zu mobilisieren. Es gibt keinen sachlichen Grund, sich diesem Dokumentations- und Lernort entgegenzustellen. Durch Leugnen und Verdr&auml;ngen l&ouml;st sich Vergangenheit nicht auf. Ein demokratisches Gemeinwesen stellt sich selbstbewusst seiner Geschichte.<br><br>
In diesem Sinne unterst&uuml;tzen wir alle an dem Projekt Dokumentations- und Lernort B&uuml;ckeberg Beteiligten nach Kr&auml;ften und fordern die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger der Umlandgemeinden auf, sich einem sachlichen, der historischen Wahrheit verpflichteten Dialog nicht zu verschlie&szlig;en.<br><br>
Im Namen des Vorstands von Spurensuche Harzregion e.V. Peter Schyga (1. Vors.), 11.02.2018<br><br>
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