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	<title>Spurensuche Harzregion e.V. </title>
	
	<link>www.spurensuche-harzregion.de</link>
	<description>Webseite des Vereins Spurensuche Harzregion</description>				
	<pubDate>Thu, 10 May 2005 00:00:01 +0000</pubDate>
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	<language>de-de</language>
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		<title><![CDATA[1944/45: Der Bau der Helmetalbahn]]></title>
		<link>http://www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/18</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2005 00:00:01 +0000</pubDate>

		<creator>PV</creator>
		
		<category><![CDATA[publikationen]]></category>
				<keywords><![CDATA[buch,th&uuml;ringen,zwangsarbeit]]></keywords>

		<description><![CDATA[Sklavenarbeit mitten in unserer Heimat]]></description>
			<content><![CDATA[
<img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/18-titel.jpg" style="float:left;margin:3px;">Kategorie: Chroniken/Reprints<br>
Autor: <a href="mailto:fvladi@t-online.de">Firouz Vladi</a><br>
Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der S&uuml;dharzregion<br> 	
Seitenanzahl: 164 <br>
ISBN: 3-932752-55-4<br>
Erschienen: Duderstadt 2000 <br><br>

Der Bahndamm, ein betr&auml;chtliches Erdwerk steht f&uuml;r Jahrtausende als Denkmal und spricht f&uuml;r sich, spricht zu uns, spricht von Sklavenarbeit mitten in unserer Heimat, in unserem Jahrhundert. Zum Sprechen bringt ihn aber nicht das Vergessen, so verschwiegen und verwachsen, wie die ehemalige Helmetalbahn im Gel&auml;nde daliegt. Nie ist hier ein Zug zwischen dem Westen und dem Osten Deutschlands gerollt. So sehr sich auch Tausende von KZ-H&auml;ftlingen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Holland, Polen, Ru&szlig;land und Ungarn, zur Eile und mit dem Kn&uuml;ppel angetrieben von Kapos und SS zu Tode schinden mu&szlig;ten, verhungerten, erfroren oder nur mit knapper Not die anschlie&szlig;enden Todesm&auml;rsche &uuml;berlebten: der Krieg war aus, die deutsche Teilung vereitelte die Fertigstellung der Bahn und der Blutzoll war umsonst.
<br><br>
<img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/18-helmetalbahn.jpg"><br>
<i>KZ-Au&szlig;enlager Osterhagen (oben rechts) und Baustelle der Helmetalbahn (helle Linie), rechts daneben die bestehende Bahnlinie Northeim - Nordhausen (dunkle Linie)</i> 
<br><br>
Was war eigentlich geplant? Die bestehende Bahnstrecke am S&uuml;dharz war schon 1944 im Raum Nordhausen-Ellrich wegen des Transports von R&uuml;stungsg&uuml;tern, insbesondere der V2-Raketen aus dem Kohnstein v&ouml;llig &uuml;berlastet. Zur Entlastung wurde eine Planung aus der Anfangszeit des Bahnbaus aufgegriffen, eine direkte Verbindung zwischen Osterhagen und Nordhausen. Mit der Ausf&uuml;hrungsplanung dieser 22 km langen zweispurigen Hauptbahnstrecke wurde im Mai 1944 begonnen, mit dem Bau im Juni. Zum Einsatz kamen kaum Maschinen, daf&uuml;r umsomehr H&auml;ftlinge aus dem KZ Buchenwald, sp&auml;ter dem KZ Mittelbau-Dora, die als "SS-Baubrigaden" KZ-Au&szlig;enlager in Mackenrode, N&uuml;xei, Osterhagen und Wieda sowie Ellrich, Kleinwerther und G&uuml;nzerode f&uuml;llten. Ca. 2600 Mann aus allen damals von Deutschland besetzten L&auml;ndern Europas mu&szlig;ten unter uns&auml;glichen Bedingungen am Bahnbau schuften. 
<br><br>
In sieben Monaten war fast die ganze Strecke mit Br&uuml;ckenbauwerken und zun&auml;chst eingleisigem Oberbau fertig. Diese Monate bestanden aus Elend und Sterben. Anfang April 1945 wurden die Baustelle und die Lager unmittelbar vor den heranr&uuml;ckenden Alliierten ger&auml;umt. Schon 1946 wurden Schotter, Schwellen und Schienen komplett wieder demontiert. Lager und Bauwerke gerieten in Vergessenheit. 
<br><br>
Beim Bau, auf den Evakuierungsm&auml;rschen, treffender bezeichnet als Todesm&auml;rsche, quer durch den Harz und in etlichen Massakern bei Gardelegen hatte mehr als die H&auml;lfte der H&auml;ftlinge der III. SS-Baubrigade ihr Leben verloren. Uns bleiben heute das Erinnern an die Opfer und Vers&ouml;hnung mit den &uuml;berlebenden.
<br><br>
F. Vladi


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