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 <title>Spurensuche Harzregion e.V. </title>
    
   
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 <description>Webseite des Vereins Spurensuche Harzregion</description>
   
 <pubDate>Sat, 01 oct 2022 09:22:00 +0200</pubDate>
   
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		<title><![CDATA[Die Stadt Bad Harzburg ehrt einen gl&uuml;henden Antisemiten bis heute mit einer Stra&szlig;e – neues Buch zu Rudolf Huch erschienen]]></title>
        
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		<pubDate>Sat, 01 oct 2022 09:22:00 +0200</pubDate>

        
		<creator>PV</creator>
        
        
		<category><![CDATA[publikationen]]></category>
		<keywords><![CDATA[neuerscheinung, bad harzburg, harzburg, rudolf huch, huch, markus weber, weber]]></keywords>
        		
		<description><![CDATA[Neuerscheinung: Weber, Markus: Rudolf Huch. Antisemitismus und das kulturelle Gedächtnis der Stadt Bad Harzburg.]]></description> 
            
		<content><![CDATA[ 
<a href="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/201-01.jpg"><img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/201-01.jpg" width="50%" style="float:left;margin:3px;" alt="Buchfront"></a>Bad Harzburg. Der Autor Markus Weber stellt in seinem j&uuml;ngst vom Verein Spurensuche Harzregion herausgegebenen Buch dar, dass sich Rudolf Huch entgegen g&auml;ngiger Auffassungen schon 1932 eindeutig f&uuml;r eine Diktatur unter einem F&uuml;hrer Adolf Hitler ausgesprochen hat. Seit 1932 ist nach Rudolf Huch eine Stra&szlig;e in Bad Harzburg benannt – bis heute. Rudolf Huch war der Bruder von Ricarda Huch, die sich klar gegen den Nationalsozialismus positioniert hat.<br><br>

 

Ab 1933 wurde Huch Parteimitglied und spielte eine aktive Rolle zur propagandistischen Unterst&uuml;tzung der Diktatur. So verfasste er beispielsweise ein Festspiel zur Hundertjahrfeier Bad Harzburgs, in dem das Dritte Reich als Wiederkehr des mittelalterlichen Reiches gefeiert wurde und unterzeichnete ohne Zwang das "Gel&ouml;bnis treuester Gefolgschaft", in dem Schriftsteller sich vollst&auml;ndig hinter Hitler stellten. 1934 erschien seine antisemitische Hetzschrift "Israel und Wir", in der er die Diskriminierung der Juden und die Verfolgung politischer Gegner legitimierte.
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Im Gegenzug erhielt Huch die von ihm lebenslang vermisste Anerkennung; er wurde in die Preu&szlig;ische Akademie f&uuml;r K&uuml;nste aufgenommen, aus der seine Schwester Ricarda Huch aus Protest gegen die judenfeindliche Politik ausgetreten war. Zudem erhielt er die M&ouml;"glichkeit zu Radiovortr&auml;gen und bis zum Lebensende immer wieder Ehrungen und finanzielle Unterst&uuml;tzung des NS-Staates. Trotz zwischenzeitlicher Anfeindungen durch lokale NS-Parteigenossen hielt Huch an ideologischen Positionen fest, die sich mit der NS-Ideologie deckten.
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Schon in seinen fr&uuml;hen Schriften zeigten sich latent antisemitische Haltungen, die sich zunehmend verfestigten. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Huch zum Gegner der Weimarer Republik, die er in verschw&ouml;rungstheoretischer Weise als "Sieg der j&uuml;dischen Zentrale" diffamierte.
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Nach 1945 war der Umgang mit Huch durch bewusste Verdr&auml;ngung und Umdeutung gekennzeichnet. So konnte er posthum zahlreiche Ehrungen durch die Stadtgesellschaft erfahren. Auf der Grundlage der Erkenntnisse setzt sich der Autor auch mit der Frage auseinander, wie in Zukunft mit den Hinterlassenschaften im kulturellen Ged&auml;chtnis der Stadt Bad Harzburg umgegangen werden kann.
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Der Band kann im Buchhandel oder &uuml;ber den Papierflieger Verlag in Clausthal-Zellerfeld erworben werden. Er kostet 10 Euro.
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Weber, Markus: Rudolf Huch. Antisemitismus und das kulturelle Ged&auml;"chtnis der Stadt Bad Harzburg. – Spuren Harzer Zeitgeschichte, Heft 8, 128 Seiten, Papierflieger Verlag, Clausthal-Zellerfeld 2022, ISBN 978-3-86948-883-7

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