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	<title>Spurensuche Harzregion e.V. </title>
	
	<link>www.spurensuche-harzregion.de</link>
	<description>Webseite des Vereins Spurensuche Harzregion</description>				
	<pubDate>Thu, 10 July 2006 00:00:01 +0000</pubDate>
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	<language>de-de</language>
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		<title><![CDATA[Arbeiten f&uuml;r Gro&szlig;deutschland - Teil 3]]></title>
		<link>http://www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/25</link>
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		<pubDate>Thu, 10 July 2006 00:00:01 +0000</pubDate>

		<creator>PV</creator>
		
		<category><![CDATA[publikationen]]></category>
				<keywords><![CDATA[bad lauterberg,regionalgeschichte,zwangsarbeit]]></keywords>

		<description><![CDATA[Zwangsarbeit in Bad Lauterberg ]]></description>
			<content><![CDATA[
Stadtarchiv Bad Lauterberg<br>
KptLt a.D. Helmut L&uuml;der
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<b>Herkunft, Altersstruktur und Geschlechterverteilung</b>
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In Bad Lauterberg waren in den Jahren 1939 bis 1946 insgesamt 4259 Ausl&auml;nder aus 21 Nationen gemeldet, bzw. zeitweilig gemeldet. Drei Nationalit&auml;tsangaben mit insgesamt 25 Personen sind jedoch nicht genau zu bezeichnen. Die 66 Volksdeutschen wurden in diese Zahl mit einbezogen und als solche auch bezeichnet.
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<div style="font-size:11px;text-align:right;"><a href="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/25-01.jpg"><img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/25-01.jpg" style="width:100%;">
<br><img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/ex.gif" style="width:11px;float:right">Bild vergr&ouml;&szlig;ern</a></div>
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Die prozentuale Aufteilung der Herkunftsl&auml;nder und die Anteile der einzelnen Nationalit&auml;ten zeigt die n&auml;chste Abbildung.
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<div style="font-size:11px;text-align:right;"><a href="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/25-02.jpg"><img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/25-02.jpg" style="width:100%;">
<br><img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/ex.gif" style="width:11px;float:right">Bild vergr&ouml;&szlig;ern</a></div>
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Das sich aus diesen Zahlen ergebene Bild der Herkunftsl&auml;nder und Anteile der einzelnen Nationalit&auml;ten<sup>20</sup> entspricht prozentual in etwa dem, was f&uuml;r das gesamte Deutsche Reich galt. Erheblich h&ouml;her war allerdings der Anteil der sowjetischen Arbeitskr&auml;fte in Bad Lauterberg 45,3% im Gegensatz zu knapp 33% im gesamten deutschen Machtbereich. Der Anteil der polnischen Arbeitskr&auml;fte in Bad Lauterberg 9,4% lag etwa 10% niedriger als im Reich und den besetzten L&auml;ndern. Die Nationalit&auml;ten, die nur einen geringen Anteil am Ausl&auml;nderaufkommen hatten, wurden unter dem Begriff "Sonstige" zusammengefa&szlig;t. Niederl&auml;ndische und belgische Staatsb&uuml;rger wurden ebenfalls geb&uuml;ndelt, da die teilweise in die Meldekarten eingetragene Nationalit&auml;t "Flame" manchmal zweideutig war. 
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Bei der Altersstruktur ist zu bemerken, da&szlig; sie durch einen erheblichen Anteil junger und sehr junger Ausl&auml;nder gepr&auml;gt war und keinesfalls den Durchschnitt einer normalen erwerbst&auml;tigen Bev&ouml;lkerung abbildet. Insgesamt liegen zu 4216 Ausl&auml;ndern die hier zum Arbeitseinsatz herangezogen wurden die Geburtsdaten bzw. die Geburtsjahre vor. Ausl&auml;nder mit "unbekannten" Personenstandsdaten gingen in die Aufstellung nicht mit ein. Die Auswertung liefert aber trotzdem ein einigerma&szlig;en realistisches Bild.
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<div style="font-size:11px;text-align:right;"><a href="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/25-03.jpg"><img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/25-03.jpg" style="width:100%;">
<br><img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/ex.gif" style="width:11px;float:right">Bild vergr&ouml;&szlig;ern</a></div>
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Die Jahrg&auml;nge 1919<sup>(x)</sup> bis 1927<sup>(x)</sup> stellten das Gros der ausl&auml;ndischen Arbeitskr&auml;fte. Diesen Jahrg&auml;ngen entstammten 2406 Personen. Mehr als die H&auml;lfte der Arbeiter waren zu Beginn ihres Einsatzes im Bad Lauterberg zwischen 15 - 23 Jahre alt. Am zahlreichsten waren die Geburtsjahrg&auml;nge 1922<sup>(y)</sup> bis 1924<sup>(y)</sup> vertreten. In 4 Einzelf&auml;llen waren die eingesetzten Ostarbeiterinnen und Polinnen 12 Jahre alt. Es ist allerdings nicht mehr nachzuvollziehen, ob dieses ein fehlerhafter Eintrag in der Meldekartei war oder ob die dort eingetragene Berufsbezeichnung "Arbeiterin" im Metallwerk Odertal auch tats&auml;chlich zutraf.
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Als Beispiel ist hier der Geburtsjahrgang 1924 dargestellt, er umfa&szlig;te 203 m&auml;nnliche und 226 weibliche ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte. Mit Beginn des Arbeitseinsatzes im Jahr 1942 betrug das Durchschnittsalter der ausl&auml;ndischen Arbeiter 18 Jahre.
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<div style="font-size:11px;text-align:right;"><a href="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/25-04.jpg"><img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/25-04.jpg" style="width:100%;">
<br><img src="http://www.spurensuche-harzregion.de/images/ex.gif" style="width:11px;float:right">Bild vergr&ouml;&szlig;ern</a></div>
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Der Anteil an Ostarbeitern und Polen des Jahrganges 1924 war, mit 64,8% &uuml;berdurchschnittlich hoch im Gegensatz zu den anderen Nationen, welche zusammen im Schnitt 35,2% erreichten. Auch der Anteil der weiblichen Arbeitskr&auml;fte erreichte mit 52,7% einen hohen Wert. Im Vergleich dazu ein statistischer Wert aus dem Kreis Osterode aus dem Jahr 1938. Danach betrug bei den gewerblichen Arbeitern der Anteil der deutschen weiblichen Arbeitnehmerinnen nur 26%<sup>21</sup>.
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Der starke Anteil von weiblichen Ostarbeitern hatte folgende Gr&uuml;nde. Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) begleitete den Arbeitseinsatz von Ausl&auml;ndern und vor allem der Ostarbeiter durch st&auml;ndige Beobachtung. Die Auswertung oblag dem "Arbeitswissenschaftlichen Institut" der DAF, welches 1944 eine Brosch&uuml;re<sup>22</sup> zum Thema Ostarbeitereinsatz heraus gab. Darin findet sich eine generelle Beurteilung der Eigenschaften m&auml;nnlicher und weiblicher Ostarbeiter. W&auml;hrend die M&auml;nner als passiv und tr&auml;ge galten, hielt die DAF die sowjetischen Frauen f&uuml;r regsamer, kultivierter, geschickter, gebildeter und leistungsf&auml;higer. Die DAF nahm an, da&szlig; die sowjetische m&auml;nnliche Bildungselite nicht f&uuml;r den Einsatz in Deutschland zur Verf&uuml;gung stand, entweder weil sie mit der Roten Armee abgezogen war, oder weil sie in den besetzten Ostgebieten selbst durch deutsche Beh&ouml;rden eingesetzt wurde. Bei Frauen wurden solche Besonderheiten nicht festgestellt.
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<small>Fu&szlig;noten<br>
20 Sp&ouml;rer, Zwangsarbeit, P. 220-222.
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21 Der Ausl&auml;ndereinsatz im Landkreis Osterode 1939 - 1945, C.H. Gattermann, P. 36.
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22 Arbeitswissenschaftliches Institut der Deutschen Arbeitsfront (Hg.) Arbeitseignung und Leistungsf&auml;higkeit der Ostarbeiter in Deutschland, Berlin 1944.
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