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	<title>Spurensuche Harzregion e.V. </title>
	
	<link>www.spurensuche-harzregion.de</link>
	<description>Webseite des Vereins Spurensuche Harzregion</description>				
	<pubDate>Thu, 10 July 2006 00:00:01 +0000</pubDate>
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	<language>de-de</language>
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		<title><![CDATA[Buchbesprechung - Dr. Peter Schyga: Goslar 1918 – 1945]]></title>
		<link>http://www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/41</link>
		<comments></comments>
		<pubDate>Thu, 10 July 2006 00:00:01 +0000</pubDate>

		<creator>PV</creator>
		
		<category><![CDATA[publikationen]]></category>
				<keywords><![CDATA[goslar,weimarer republik,nationalsozialismus,reichsbauernstadt]]></keywords>

		<description><![CDATA[Von der nationalen Stadt zur Reichsbauernstadt des Nationalsozialismus. – Beitr&auml;ge zur Geschichte der Stadt Goslar]]></description>
			<content><![CDATA[
Autor: Dr. Peter Schyga<br>
Herausgeber: Verlag f&uuml;r Regionalgeschichte<br>
Seitenanzahl: 192<br>
ISBN: 3-89534-279-3<br>
Erschienen: Bielefeld 1999
<br><br>
Vorliegender, sorgf&auml;ltig recherchierter Band des Hannoveraner Historikers Dr. Peter Schyga hat in der Stadt Goslar einiges Aufsehen erregt und war schon vor seiner Ver&ouml;ffentlichung Thema zahlreicher Diskussionen. Lange erwartet, erf&uuml;llt der Band alle Erwartungen, n&auml;mlich f&uuml;r die Stadt Goslar endlich eine Zeit schonungslos aufzuarbeiten, um deren historische Analyse sich viele Autoren immer wieder elegant gedr&uuml;ckt haben. Der Autor legt keine l&uuml;ckenlose Chronik der untersuchten Zeit vor, sondern eine Analyse, die durchaus L&uuml;cken l&auml;&szlig;t und zur Weiterforschung anregt. Goslars B&uuml;rger wollten den Widerspr&uuml;chen der Weimarer Republik entfliehen, wandten sich von ihrem Idol Hindenburg ab und erhofften in Adolf Hitler die Wiedererweckung reichsdeutscher Gr&ouml;&szlig;e. So war Goslar zwischen den Kriegen ein Hort nationaler und hitlerfreundlicher Aktivit&auml;ten, die sich bis 1933 immer weiter aufschaukelten. Demokratisch denkende B&uuml;rger wurden systematisch bedr&auml;ngt; ein tragischer Fall ist der Goslarer Polizeibeamte Ostheeren, der von der SA regelrecht in den Tod gepr&uuml;gelt wurde. Die Auseinandersetzungen endeten in satten politischen Mehrheiten f&uuml;r die Rechtsparteien und in der Machtergreifung der Nazis 1933. Seitdem wurde Goslar systematisch NS-konform entwickelt: die Stadt wurde Reichsbauernstadt und gleichzeitig die Aktivit&auml;ten der Industriebetriebe, insbesondere der Preussag (Rammelsbergprojekt) und der Borchers A.G. in Oker, erheblich ausgeweitet. Das war verbunden mit einem massiven Einsatz von Zwangsarbeitern. Goslar war im Krieg nun keine gem&uuml;tliche Provinzstadt am Harz mehr, sondern durch viele Betriebe zur wichtigen Kriegsproduktionsst&auml;tte geworden. Dort, wo nach der Vorstellung der Verwaltungsspitze der Stadt die repr&auml;sentativen Bauten und Wohnungen des Reichsn&auml;hrstandes h&auml;tten stehen sollen, im Gelmketal, erstreckte sich nun ein stinkendes, toxische Stoffe enthaltendes Schlammabsitzbecken mit Aufbereitungsabg&auml;ngen der Grube Rammelsberg. 3.000 Verwundete lagen in den Hilfslazaretten der Stadt. Achtermann und Nieders&auml;chsischer Hof waren ausgelastet, die am schlimmsten Verst&uuml;mmelten wurden etwas abseits der Stadt auf dem Hessenkopf untergebracht. Das Leben war ungem&uuml;tlich geworden und die Lage versch&auml;rfte sich bis zum Kriegsende immer mehr. - Der Autor hat ein umfangreiches Quellenmaterial aufgearbeitet und beschreibt die 27 Goslarer Jahre von 1918 - 1945 umfassend und differenziert, belegt durch zahlreiche Dokumente. Er hat dabei das Kunstst&uuml;ck fertiggebracht, dem Leser gleichzeitig die gro&szlig;en Zusammenh&auml;nge zu vermitteln und gleichzeitig den Blick in die allt&auml;gliche Normalit&auml;t des provinziellen Lebens in der Diktatur zu erm&ouml;glichen. Der Band ist ein Muss f&uuml;r alle am Harz und seiner Geschichte Interessierten !
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Friedhart Knolle 
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