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	<title>Spurensuche Harzregion e.V. </title>
	
	<link>www.spurensuche-harzregion.de</link>
	<description>Webseite des Vereins Spurensuche Harzregion</description>				
	<pubDate>Thu, 10 October 2006 00:00:01 +0000</pubDate>
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	<language>de-de</language>
	<item>
		<title><![CDATA[NS-Zwangsarbeitslager im Westharzgebiet - ein verdr&auml;ngtes St&uuml;ck Industrie- und Heimatgeschichte- Teil 2]]></title>
		<link>http://www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/47</link>
		<comments></comments>
		<pubDate>Thu, 10 October 2006 00:00:01 +0000</pubDate>

		<creator>PV</creator>
		
		<category><![CDATA[publikationen]]></category>
				<keywords><![CDATA[harz,goslar,zwangsarbeit,zwangsarbeiter,rammelsberg,wifo,schickert,bad lauterberg]]></keywords>

		<description><![CDATA[Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Deutschland und im Harz]]></description>
			<content><![CDATA[
<u>Gro&szlig;-D&ouml;hren</u><br>
ZL Bergverwaltung Mitteldeutschland: 130 Arbeiter
<br><br>
<u>Harlingerode</u><br>
ZL Zinkh&uuml;tte: 200 Arbeiter
<br><br>
<u>Hattorf</u><br>
ZL Flachsspinnerei C. Weber & Co.: 140 Frauen
<br><br>
<u>Herzog-Juliush&uuml;tte</u><br>
ZL Forstamt Langelsheim: 50 Arbeiter<br>
ZL H&uuml;ttenwerk Herzog-Juliush&uuml;tte: 85 Arbeiter
<br><br>
<u>Herzberg</u><br>
ZL Dynamit AG, Lager Wiese: 300 Arbeiter
<br><br>
<u>Klein Rh&uuml;den</u><br>
ZL Eike: 90 Arbeiter
<br><br>
<u>Langelsheim</u><br>
ZL Rumels: 200 Arbeiter<br>
ZL An der Innerste: 120 Arbeiter<br>
ZL Kalkr&ouml;secke: 50 Arbeiter<br>
ZL Mitteldeutsche Sprengstoffwerke: 220 Arbeiter<br>
ZL Arkona: 100 Arbeiter
<br><br>
<u>Lautenthal</u><br>
ZL Silberh&uuml;tte: 80 Arbeiter<br>
Lager Rote Klippe (Funktion unklar)
<br><br>
<u>Liebenburg</u><br>
ZL (Liebenburg): 300 Arbeiter
<br><br>
<u>M&uuml;nchehof</u><br>
ZL M&uuml;nchehof: 300 Arbeiter
<br><br>

<u>N&uuml;xei</u><br>
KZ Baubrigade III (Bahnbau): 300 KZ-H&auml;ftlinge<sup>2</sup>
<br><br>
<u>Oker</u><br>
ZL Chemische Werke Dr. L&uuml;ddemann: ? Arbeiter<br>
ZL Bleikupferh&uuml;tte: 240 Arbeiter<br>
ZL Zinkoxydh&uuml;tte: 230 Arbeiter
<br><br>
<u>Osterhagen</u><br>
KZ Baubrigade III: 300 KZ-H&auml;ftlinge2
<br><br>
<u>Osterode</u><br>
KZ Maschinenfabrik Curt Heber: 300 KZ-H&auml;ftlinge<sup>3</sup><br>
KZ Dachs IV, Petersh&uuml;tte: 300 KZ-H&auml;ftlinge<sup>4</sup><br>
ZL Maschinenfabrik Curt Heber: 650 Arbeiter<br>
ZL Anton Piller: 450 Arbeiter<br>
ZL Nordwerke: 50 Arbeiter<br>
ZL R. Kellermann: 430 Arbeiter<br>
ZL Greve Uhl: 180 Arbeiter<br>
ZL St&auml;dtisches Polenlager: 220 Arbeiter<br>
ZL Waldlager Bremketal, OT-Lager: 290 Arbeiter<sup>5</sup><br>
ZL Fa. Lorenz, Turnhalle: 310 Arbeiter<br>
ZL Optische Werke (Oigee): 200 Arbeiter<br>
ZL (Freiheit); Arbeitseinsatz f&uuml;r Oigee und Heber: ? Arbeiter<br>
Gerichtsgef&auml;ngnis: 1000 Insassen bekannt
<br><br>
<u>Sankt Andreasberg</u><br>
ZL E. Leybolds Nachf.: 100 Arbeiter<br>
ZL Metallwerk Schmiedag AG Silberh&uuml;tte: 900 Arbeiter<br>
ZL Metallwerke Silberh&uuml;tte: 380 M&auml;nner und 140 Frauen ("Lager Knieholz")
<br><br>
<u>Seesen</u><br>
ZL F. Z&uuml;chner: 500 Arbeiter<br>
ZL Sieburg & Pf&ouml;rtner: 300 Arbeiter<br>
ZL Gerhards: 150 Arbeiter<br>
ZL Konservenfabrik Illemann & Bosse: 100 Arbeiter<br>
ZL Schmalbach AG: 150 Arbeiter<br>
ZL Bahnmeisterei: 70 Arbeiter<br>
ZL Wilhelms: 50 Arbeiter<br>
Gerichtsgef&auml;ngnis: 5 Insassen bekannt
<br><br>
<u>Tettenborn</u><br>
KZ Baubrigade III: 100 KZ-H&auml;ftlinge<sup>2</sup><br>
ZL Gastwirtschaft Otto Mohrich: 60 Arbeiter<br>
ZL Gastwirtschaft Nussbaum: 70 Arbeiter
<br><br>
<u>Vienenburg</u><br>
ZL Baufirma Sievers & Co.: 60 Arbeiter
<br><br>
<u>Walkenried</u><br>
KZ Baubrigade III: 300 KZ-H&auml;ftlinge<sup>2</sup><br>
ZL Juliush&uuml;tte: 200 Arbeiter<br>
Gerichtsgef&auml;ngnis: 2 Insassen bekannt
<br><br>
<u>Wieda</u><br>
KZ Baubrigade III: 250 KZ-H&auml;ftlinge<sup>2</sup>
<br><br>
<u>Wiedelah</u><br>
ZL G&uuml;terbahnhof: 50 Arbeiter
<br><br>
<u>Wolfshagen</u><br>
ZL (Wolfshagen): 50 Arbeiter
<br><br>
<u>Zorge</u><br>
ZL (Zorge): 140 Arbeiter
<br><hr><br>
<small>Erl&auml;uterungen zur Liste
<br><br>
ZL: Zwangsarbeitslager
<br><br>
KZ: Konzentrationslager; hier: KZ-Arbeitskommandos (Au&szlig;en- bzw. Unterkommandos)
<br><br>
1 Weitgehend unerforscht; siehe oben. Das Beobachtungslager lag vermutlich im Lautenthaler Waldschl&ouml;&szlig;chen.
<br><br>
2 KZ-Arbeitskommandos der KZ Buchenwald, Mittelbau-Dora und Sachsenhausen (wechselnde Zust&auml;ndigkeiten); Gesamtzahl der KZ-H&auml;ftlinge der Baubrigade III (Schreibweise auch "Baubrigade 3"): 1000 (diese Summe bleibt allerdings angesichts der o.a. Detailzahlen widerspr&uuml;chlich, zumal die Brigade weitere Standorte in Th&uuml;ringen besa&szlig;)
<br><br>
3 KZ-Kommando des KZ Buchenwald, sp&auml;ter KZ Mittelbau-Dora
<br><br>
4 KZ-Kommando des KZ Mittelbau-Dora, Nordhausen
<br><br>
5 Lager der Organisation Todt
<br><br>
(...): Die in Klammern gesetzten Lager tragen im CCP keinen eigenen Namen
<br><br>
Bereitschaftslager: nicht eingez&auml;untes Lager f&uuml;r deutsche Zwangsverpflichtete
<br><br>
Kleine orthographische Fehler im englischen Original wurden stillschweigend korrigiert; f&uuml;r weiterf&uuml;hrende Studien, z.B. zu den schwankenden Belegungszahlen der Lager, sollte das englische Original herbeigezogen werden.
<br><br>
In der Summe ergibt sich, da&szlig; zu Ende des 2. Weltkrieges allein im Westharzgebiet ca. 18.000 Zwangsarbeiter und KZ-H&auml;ftlinge f&uuml;r die deutsche Kriegswirtschaft arbeiteten.
</small>
<br><hr><br>
<b>Exkurs: Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder</b>
<br><br>
Ein von der Forschung bis heute stark vernachl&auml;ssigtes Kapitel sind die Kinder von Zwangsarbeiterinnen und die "Ausl&auml;nderkinderpflegest&auml;tten". Vielen Zwangsarbeiterinnen wurden ihre Kinder im Sinne einer dauerhaft hohen Arbeitsproduktivit&auml;t weggenommen und teilweise regelrecht "entsorgt" (www.krieggegenkinder.de).
<br><br>
Zur Lage der Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder schreibt TOLLMIEN: "Fast immer waren die Zwangsarbeiterinnen noch einmal schlechter gestellt als die m&auml;nnlichen Zwangsarbeiter. Obwohl sie die gleiche Arbeit wie die M&auml;nner verrichteten, erhielten sie eine noch schlechtere Bezahlung und waren zudem weitgehend schutzlos &uuml;bergriffen durch deutsche Arbeiter und Lagerf&uuml;hrer ausgesetzt. So kam es immer wieder zu Vergewaltigungen durch das &uuml;berwiegend m&auml;nnliche Wachpersonal in den Zwangsarbeiterlagern. Wenn die Frauen schwanger wurden, mu&szlig;ten sie entweder abtreiben oder man zwang sie umgekehrt dazu, das Kind auszutragen. Denn im Juni 1943 hatte das nationalsozialistische Rassedenken einen weiteren perversen H&ouml;hepunkt mit der Unterscheidung von "gutrassigen" und "schlechtrassigen" Zwangsarbeiterkindern erreicht: "Gutrassige" Zwangsarbeiterkinder sollten als Deutsche (entweder in Heimen oder bei Familien) erzogen werden, w&auml;hrend "schlechtrassige" in extra eingerichtete sog. Ausl&auml;nderkinderpflegest&auml;tten gebracht wurden, wo sie zumeist an Unterern&auml;hrung oder Krankheiten infolge gezielter Vernachl&auml;ssigung innerhalb weniger Wochen oder Monate starben. Lediglich den Zwangsarbeiterinnen, die in deutschen Familien als Haus- und Kinderm&auml;dchen arbeiteten, ging es zumeist besser als ihren Leidensgenossinnen, die in den R&uuml;stungsfabriken schufteten. Vor allem die Ern&auml;hrung war in den Familien in der Regel besser. Aber auch hier waren sie vor pers&ouml;nlicher Mi&szlig;handlung oder sexuellen &uuml;bergriffen nicht sicher."
<br><br>
Auch aus dem Harz sind entsprechende Schicksale bekannt, wenn auch noch kaum n&auml;her erforscht. Auf dem Feld A4 des evangelischen Friedhofs in Clausthal-Zellerfeld, dem "Sammelgrab" des Werkes Tanne, liegen u.a. zwei polnische Kinder, die noch nach der Befreiung im Alter von acht Jahren bzw. f&uuml;nf Monaten gestorben sind. Auf dem "Russenfriedhof" an den Pfauenteichen nahe dem Werk Tanne liegen u.a. sechs sowjetische Kinder, die innerhalb eines Jahres, zwischen Februar 1944 und M&auml;rz 1945, an "Herzschw&auml;che", "Gelbsucht" und "allgemeiner K&ouml;rperschw&auml;che" starben. Drei der Kinder sind in Clausthal-Zellerfeld geboren, drei kamen mit ihren zur Zwangsarbeit verschleppten M&uuml;ttern nach Deutschland. Das &auml;lteste Kind starb im Alter von drei Jahren, das j&uuml;ngste im Alter von sechs Tagen (STUDIENKREIS ZUR ERFORSCHUNG UND VERMITTLUNG DER GESCHICHTE DES WIDERSTANDES 1933-1945, 1985).
<br><br>
PIETSCH (1998) erw&auml;hnt u.a. folgende F&auml;lle aus dem Werk Tanne: Die in Lautenthal geborene Maria-Herta Pecaritsch, Tochter einer tschechischen Zwangsarbeiterin, starb am 7.8.1944 in Clausthal; Todesursache: toxische Kehlkopfdiphterie mit Luftr&ouml;hrenschnitt, Herzmuskelschw&auml;che; das Kind war keine zwei Jahre alt. Am 14.1.1944 wurde Hans Zajak in Clausthal-Zellefeld geboren; das Kind erhielt die ukrainische Staatsangeh&ouml;rigkeit wie seine Mutter Anna, die in der Baracke 10 des Bereitschaftslagers Tanne gemeldet war. Die in Clausthal-Zellerfeld geborene Tamara Sitschowa, Tochter einer russischen Zwangsarbeiterin, starb kurz vor ihrem ersten Geburtstag am 9.2.1944 an einer Herzkrankheit. Am 26.8.1944 wurde Heinz-Peter van Dam als Kind einer belgischen Arbeiterin in Clausthal-Zellerfeld geboren. Am 24.10.1944 wurde Jerzy Brijnska in Clausthal-Zellerfeld geboren; die Mutter Halina, eine geb&uuml;rtige Warschauerin, war bei der Geburt des Sohnes 22 Jahre alt. Der zweij&auml;hrige Wolja Drigol aus Sapole, Sohn einer russischen Zwangsarbeiterin, starb am 28.12.1944 in Clausthal-Zellerfeld an Herzmuskelschw&auml;che. Die dreij&auml;hrige Nadja Nowitschonok aus Sapolja, Tochter einer russischen Zwangsarbeiterin, starb am 29.12.1944 in Clausthal-Zellerfeld an Herzschw&auml;che. Der einj&auml;hrige Franz Michailitschenko aus Saagen, Sohn einer polnischen Zwangsarbeiterin, starb am 27.3.1945 in Clausthal-Zellerfeld an Grippe, Spasmophilie und Herzschw&auml;che.
<br><br>
<b>Exkurs: Das "Beobachtungslager Bad Lautenthal" - eine offene Frage</b>
<br><br>
Es ist noch unklar, welche Funktion das bis 1945 wahrscheinlich im Langelsheimer Stadtteil Lautenthal befindliche "Beobachtungslager" der Kinderheilanstalt Braunschweig, f&uuml;r welches der Tod von acht Kindern beim ITS Arolsen beurkundet ist (WEINMANN 1990), hatte. Das "Beobachtungslager" - wenn es denn in Lautenthal lag - befand sich zentral zu den Zwangsarbeitsschwerpunkten der Nord- und Oberharzer R&uuml;stungsindustrie. Es liegen Zeitzeugenhinweise darauf vor, dass hier m&ouml;glicherweise Abtreibungen an Zwangsarbeiterinnen des (s&uuml;d-)nieders&auml;chsischen Raums vorgenommen wurden. Noch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann auch eine Lage des Lagers in Bad Lauterberg.
<br><br>
V&ouml;llig unklar ist auch, ob das Beobachtungslager m&ouml;glicherweise (teil-)identisch mit dem von REITER (1993:209f.) erw&auml;hnten NSV-Entbindungsheim war, das 1944 im Lautenthaler Hotel "Waldschl&ouml;&szlig;chen" eingerichtet wurde. Die Zust&auml;nde dort m&uuml;ssen auch f&uuml;r deutsche Frauen haarstr&auml;ubend gewesen sein, denn im Fr&uuml;hjahr 1944 bekam ein Medizinalrat in Hannover eine Beschwerde aus Lautenthal mit Unterschriftenliste. Das Personal beschwerte sich darin im Zusammenhang mit dem Tod eines deutschen Kindes &uuml;ber eine Hebamme und elf Frauen beklagten die allgemein "unw&uuml;rdigen Zust&auml;nde" im Heim, zu denen sie auf Aufforderung n&auml;here Auskunft erteilen k&ouml;nnten. 1944 sollen nach Auskunft des Standesamtes Lautenthal 200 Geburten im Heim Lautenthal stattgefunden haben. Es lassen sich dabei auch Totgeburten deutscher Kinder nachweisen.
<br><br>
Die Termini "Beobachtungslager" bzw. "Beobachtungsanstalt" tauchen in der Literatur nur selten auf. WEINMANN (1990) schreibt unter dem Stichwort "Aktion T 4" (= Euthanasie) auf S. XIII ff.: "Als ... beunruhigte Angeh&ouml;rige Nachforschungen anzustellen begannen, wurden ab Herbst 1940 die Kranken nicht mehr direkt in die T&ouml;tungsanstalten gebracht, sondern zun&auml;chst in sogenannte Zwischenanstalten ("Beobachtungsanstalten"). Die Angeh&ouml;rigen erreichte nun von dort zun&auml;chst die Benachrichtigung, die Pflegeperson sei wohlbehalten angekommen, und kurze Zeit sp&auml;ter die Nachricht &uuml;ber die Weiterverlegung in eine andere Anstalt. Der Name der Vernichtungsanstalt wurde dann nicht mehr genannt." Der Harz als Erholungslandschaft w&auml;re nat&uuml;rlich f&uuml;r eine solche Beobachtungsanstalt eine geeignete und unverd&auml;chtige Adresse gewesen. Es gibt allerdings bisher absolut keine Hinweise darauf, dass es im Harz eine solche Anstalt gegeben h&auml;tte; auff&auml;llig ist nur die Terminologie.
<br><br>
Weitergehende Interpretationsversuche sind zun&auml;chst Spekulation; hier hat die aktuelle Forschung anzusetzen.
<br><br>
Zumindestens erw&auml;henswert ist in diesem Zusammenhang, das im Lautenthaler Waldschl&ouml;&szlig;chen der im Auschwitz-Prozess des zehnfachen Mordes und der Beihilfe zum Mord in &uuml;ber eintausend F&auml;llen f&uuml;r schuldig befundene Massenm&ouml;rder Oswald Kaduk, Adjutant des 1947 in Polen hingerichteten Auschwitzer Lagerkommandanten Rudolf H&ouml;&szlig;, nach Absitzen der Strafe seinen Lebensabend verbrachte. Kaduk und sein Verhalten im Prozess war ein Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte; keiner der Angeklagten hatte Schuld eingestanden, keiner ein Wort der Reue oder Einsicht gefunden. Immer schon wollten sie jene harmlosen Klein- und Mitb&uuml;rger gewesen sein, als die sie bei ihrer Verhaftung vorgefunden wurden - Familienv&auml;ter, Angestellte, Lehrer, &auml;rzte, Apotheker. "Papa Kaduk!" hatten die Patienten der Klinik, wo er als Pfleger arbeitete, den "Schrecken von Auschwitz" gerufen.
<br><br>
<b>Dank</b>
<br><br>
Herrn Dipl.-Geogr. Frank Jacobs, Goslar, danke ich f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung bei der Recherche und Zurverf&uuml;gungstellung von Quellenmaterial; Baron Dietrich von Staden (+) gab wichtige Anregungen.
<br><br>
<b>Literatur</b>
<br><br>
BRAEDT, M., H&ouml;RSELJAU, H., JACOBS, F. & KNOLLE, F. (1993): Die Sprengstoffabrik Tanne in Clausthal-Zellerfeld.- In: R&uuml;stungsindustrie in S&uuml;dniedersachsen w&auml;hrend der  NS-Zeit. - Schriftenr. Arbeitsgem. S&uuml;dnieders&auml;chs. Heimatfr. 9:66-118, Northeim (vollst. &uuml;berarb. als BRAEDT, M., H&ouml;RSELJAU, H., JACOBS, F. & KNOLLE, F. (1998): Die Sprengstoffabrik "Tanne" in Clausthal-Zellerfeld - Geschichte und Perspektive einer Harzer R&uuml;stungsaltlast, 166 S., 58 Abb., Verlag Papierflieger, Clausthal-Zellerfeld)
<br><br>
INTERNATIONAL TRACING SERVICE (1949): Catalogue of Camps and Prisons in Germany and German-Occupied Territories, Sept. 1st, 1939 - May 8th, 1945, Ist Issue, Arolsen, July 1949
<br><br>
INTERNATIONAL TRACING SERVICE (1950): Catalogue of Camps and Prisons in Germany and German-Occupied Territories, Sept. 1st, 1939 - May 8th, 1945, Vol. II, Arolsen, April 1950
<br><br>
KNOLLE, F. & RUTSCH, A. (2000): Die Metallwerke Silberh&uuml;tte - Sankt Andreasberg war von 1934 - 1945 kriegswichtiger R&uuml;stungs- und Zwangsarbeitsstandort.- Sankt Andreasberg
<br><br>
KRISTAN, Tone: http://home.t-online.de/home/RIJONUE/sloweni3.htm
<br><br>
PIETSCH, J. (1998): Sprengstoff im Harz. Zur Normalit&auml;t des Verbrechens: Zwangsarbeit in Clausthal-Zellerfeld.- 248 S., Edition Hentrich, Berlin
<br><br>
REITER, R. (1993): T&ouml;tungsst&auml;tten f&uuml;r ausl&auml;ndische Kinder im Zweiten Weltkrieg. Zum Spannungsverh&auml;ltnis von kriegswirtschaftlichem Arbeitseinsatz und nationalsozialistischer Rassenpolitik in Niedersachsen.- Hannover
<br><br>
SCHYGA, P. unter Mitarbeit von JACOBS, F. & KNOLLE, F. (1999): "Gebt uns unsere W&uuml;rde wieder" - Kriegsproduktion und Zwangsarbeit in Goslar 1935 - 1945. Eine Begleitbrosch&uuml;re zur gleichnamigen Ausstellung.- 42 S., Verein Spurensuche Goslar e.V., Goslar
<br><br>
STETTNER, R. (1996): "Archipel GULag": Stalins Arbeitslager - Terrorinstrument und Wirtschaftsgigant. Entstehung, Organisation und Funktion des sowjetischen Lagersystems 1928 - 1956.- 448 S., Ferdinand Sch&ouml;ningh
<br><br>
STUDIENKREIS ZUR ERFORSCHUNG UND VERMITTLUNG DER GESCHICHTE DES WIDERSTANDES 1933-1945 (1985): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu St&auml;tten des Widerstandes und der Verfolgung 1933 - 1945, Bd. 2, Niedersachsen I, Regierungsbezirke Braunschweig und L&uuml;neburg.- Pahl-Rugenstein-Verlag, K&ouml;ln
<br><br>
TOLLMIEN, C.: www.cordula-tollmien.de/zwangsarbeiterinnen.html
<br><br>
VLADI, F. et al. (2000): Der Bau der Helmetalbahn - Ein Bericht von der Eisenbahngeschichte, den KZ-Au&szlig;enlagern der SS-Baubrigaden, der Zwangsarbeit im S&uuml;dharz in den Jahren 1944-45 und den Evakuierungsm&auml;rschen im April 1945.- Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der S&uuml;dharzregion, 164 S., Duderstadt (Mecke)
<br><br>
V&ouml;GEL, B.:www.krieggegenkinder.de
<br><br>
WEINMANN, M. (Hrsg., 1990): Das nationalsozialistische Lagersystem (CCP).- 1. Aufl., 1169 S., Zweitausendeins, Frankfurt a. M.
<br><br>
Anschrift des Verfassers<br>
Dipl.-Geol. Friedhart Knolle<br>
Grummetwiese 16, 38640 Goslar<br>
Fon 05321/20281, Fax 43335 <br>
]]></content>

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