- Forschungs- und Erinnerungsarbeit zu Zwangsarbeiterschicksalen und NS-Geschichte im Harzgebiet -
NS-Zeit in Vienenburg
1. Die Fa. Sievers in Vienenburg
Im Rahmen einer Recherche zur Biographie des Kölner Unternehmers, Fußballfunktionärs und Schiedsrichters Dr. Peter Joseph („Peco“) BAUWENS ist der Kölner Historiker Dr. Heinrich darauf gestoßen, dass Ende 1944 in Vienenburg eine Arbeitsgemeinschaft der BAUUNTERNEHMUNG PETER BAUWENS und der Firma SIEVERS & CO. bestand. Die Postanschrift lautete: (22) Vienenburg/Harz, Adolf-Hitler-Straße 20, Baracke. Als Direktor der Arbeitsgemeinschaft fungierte ein gewisser F. Jagusch. Da Firmenunterlagen aus jener Zeit im Falle der Bauunternehmung Peter Bauwens wie der Firma Sievers & Co. nicht mehr existieren (sollen), bitten wir um Hinweise von Zeitzeugen oder deren Nachkommen, die Antworten auf folgende Fragen wissen:
- Mit welchen Projekten war das Vienenburger Unternehmen Sievers & Co. während des Zweiten Weltkriegs (1939 - 45) befasst?
- Wer weiß etwas über führende Vertreter von Sievers & Co. in der damaligen Zeit?
- Wer weiß etwas über das Sievers & Co. zugeschriebene Zwangsarbeiterlager/„Zivilarbeiterlager“ in Vienenburg?
- Welche Projekte verfolgte die Arbeitsgemeinschaft Bauwens-Sievers?
- Setzten Sievers & Co. und/oder die Arbeitsgemeinschaft Bauwens-Sievers Zwangsarbeiter ein?
- Wer weiß etwas zu der Person F. Jagusch: Ausbildung, Beruf, Anschrift, Familienstand, Nachkommen etc.?
Auch sonstige Aspekte im Zusammenhang mit der Geschichte der erwähnten Firmen wie der Arbeitsgemeinschaft sind von Interesse. Hinweise bitte an den Verein Spurensuche Goslar oder direkt an Dr. Arthur Heinrich, Tel. 0228/2428200, E-Mail
arthur.heinrich@gmx.de
2. Der Todesmarsch durch Vienenburg
Zeitzeugen aus Vienenburg und Umgebung gesucht! Als die Nazis angesichts der näher kommenden alliierten Front im Frühjahr 1945 die KZs auflösten, begannen die fürchterlichen Todesmärsche, auf denen die ausgemergelten KZ-Häftlinge z.T. über weite Strecken und quer durch Restdeutschland gequält wurden, teilweise bis zum Tode. Einer dieser Märsche ging von Köln über Paderborn in Richtung Harz. Ein Kommando mit russischen Kriegsgefangenen wurde wohl in Thale von den Amerikanern befreit, andere Kommandos in der Nähe von Vienenburg, wo sie sich teilweise mit den Jugendlichen aus dem KZ Moringen vermischt haben. Auf jeden Fall sind die meisten Häftlinge noch durch die Stadt Vienenburg im Landkreis Goslar gekommen; hier verliert sich ihre Spur in den ersten Aprilwochen 1945. Bisher sind hierzu nur wenige Zeitzeugenberichte bekannt. Wer hat weitere Kenntnisse über diesen Todesmarsch im Bereich des Kreises Goslar oder kennt Zeitzeugen, die Kenntnis von diesen Geschehnissen haben? Insbesondere ist die Frage zu klären, wohin es nach Vienenburg weiterging. Hinweise bitte an
fknolle@t-online.de.
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