- Forschungs- und Erinnerungsarbeit zu Zwangsarbeiterschicksalen und NS-Geschichte im Harzgebiet -
"Festung Harz - Die extreme Rechte im Landkreis Goslar und der niedersächsischen Harzregion"
Vortragsveranstaltung am Freitag, den 27. August um 19:00 Uhr, in der Jugendherberge Goslar, Rammelsberger Straße 25, Raum Rammelsberg

"Geschichte und Geschichten aus Hahndorf am Harz, Band 1"
Neue Chronik von Hahndorf erschienen

Erntedank und "Blut und Boden" - Bückeberg/Hameln und Goslar 1933 bis 1938
Dokumentation des Symposiums

Der Reichsnährstand in der Reichsbauernstadt - Eine symbiotische Beziehung?
Redebeitrag von Dr. Peter Schyga auf dem Symposium "Erntedank und Blut und Boden"

Wie die Nazis die Bauern betrogen
Redebeitrag von Helmut Liersch auf dem Symposium "Erntedank und Blut und Boden"

Das Erntedankfest als Einfallstor für die religiöse Überhöhung des "Führers"
Redebeitrag von Helmut Liersch auf dem Symposium "Erntedank und Blut und Boden"

Erntedank und "Blut und Boden" - Bückeberg/Hameln und Goslar 1933 bis 1938
Ausstellungskatalog - Neuerscheinung

Vorstellung der neuen Broschüre "NS-Zwangsarbeit in Seesen am Harz - ein fehlendes Kapitel Stadtgeschichte"
08.12.2009, 12:00Uhr, Bürgerhaus Seesen

Pressemitteilung
Dokumentation zur Harzburger Front aufgrund der großen Nachfrage in Neuauflage erschienen

Neuerscheinung: "Du sollst keinen Gott haben neben mir"
Neuerscheinung - Buchveröffentlichung am 09. Oktober 2009 in der Marktkirche

Katalog zur Ausstellung "Harzburger Front - Im Gleichschritt in die Diktatur"
Neuerscheinung - Ausstellungskatalog

Ein mahnendes Zeitdokument in Bildern
Neuerscheinung - NS-Zeit in Herzberg

Ausstellung Harzburger Front
Ausstellungsflyer zum Download

Beitrag in - Der Harly - Von Wöltingerode zum Muschelkalkkamm
Artikel über den Harly in der NS-ZEit

Neue Broschüre: Arbeiten für Groß-Deutschland - Zwangsarbeit in Bad Lauterberg
Pressemitteilung

Von der Ausgrenzung zur Vernichtung - Leben und Leiden Goslarer Juden 1933 - 1945
Ausstellung in der Marktkirche Goslar vom 09. - 26. Nov

Neuerscheinung - Zwangsarbeit bei Gebr. Borchers/H.C. Starck - "Briefe meines Vaters 1943 - 1945"
Im Februar 1943 wurde Max Dalkowski bei einer Straßenrazzia in Warschau festgenommen...

Spuren Harzer Zeitgeschichte Heft 2
Spurensuche Goslar e.V. (Hrsg.): Harzburger Front von 1931 - Fanal zur Zerstörung einer demokratischen Republik.

Spuren Harzer Zeitgeschichte Heft 1
Spurensuche Goslar e.V. (Hrsg.): Die Reichspogromnacht am 09./10. Nov 1938 in Goslar.

Holocaust-Gedenktag 2007
Dokumentation der Veranstaltung in Langelsheim

Die NS-Rüstungsaltlast "Werk Tanne"
Sprengstoffproduktion im Harz

Rundgang durch die "Reichsbauernstadt"
Stätten der NS-Herrschaft in Goslar

NS-Zwangsarbeitslager im Westharzgebiet - ein verdrängtes Stück Industrie- und Heimatgeschichte- Teil 2
Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Deutschland und im Harz

NS-Zwangsarbeitslager im Westharzgebiet - ein verdrängtes Stück Industrie- und Heimatgeschichte- Teil 1
Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Deutschland und im Harz

Zur Umweltgeschichte der Firmen Gebr. Borchers & H.C. Starck und der Ahnenerbe-Rüstungsforschung der Waffen-SS in Goslar - Teil 4
Dieser Beitrag ist eine Materialsammlung zu im weitesten Sinne umweltrelevanten Aspekten der Firmengeschichte der beiden Firmen...

Zur Umweltgeschichte der Firmen Gebr. Borchers & H.C. Starck und der Ahnenerbe-Rüstungsforschung der Waffen-SS in Goslar - Teil 3
Dieser Beitrag ist eine Materialsammlung zu im weitesten Sinne umweltrelevanten Aspekten der Firmengeschichte der beiden Firmen...

Zur Umweltgeschichte der Firmen Gebr. Borchers & H.C. Starck und der Ahnenerbe-Rüstungsforschung der Waffen-SS in Goslar - Teil 2
Dieser Beitrag ist eine Materialsammlung zu im weitesten Sinne umweltrelevanten Aspekten der Firmengeschichte der beiden Firmen...

Zur Umweltgeschichte der Firmen Gebr. Borchers & H.C. Starck und der Ahnenerbe-Rüstungsforschung der Waffen-SS in Goslar - Teil 1
Dieser Beitrag ist eine Materialsammlung zu im weitesten Sinne umweltrelevanten Aspekten der Firmengeschichte der beiden Firmen...

Buchbesprechung - Dr. Peter Schyga: Goslar 1918 - 1945
Von der nationalen Stadt zur Reichsbauernstadt des Nationalsozialismus - Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar

Arbeiten für Großdeutschland - Anhang - Quellen und Literaturverzeichnis
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Anhang - Teil 6
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Anhang - Teil 5
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Anhang - Teil 4
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Anhang - Teil 3
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Anhang - Teil 2
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Anhang - Teil 1
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 11
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 10
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 9
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 8
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 7
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 6
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 5
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 4
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 3
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 2
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 1
Zwangsarbeit in Bad Lauterberg

Von Dora bis zum Bahnhof Oker - Teil 3
Eine Spurensuche auf der Route der Todesmärsche der Südharzer KZ-Häftlinge vom Apr 1945 im Westharz

Von Dora bis zum Bahnhof Oker - Teil 2
Eine Spurensuche auf der Route der Todesmärsche der Südharzer KZ-Häftlinge vom Apr 1945 im Westharz

Von Dora bis zum Bahnhof Oker - Teil 1
Eine Spurensuche auf der Route der Todesmärsche der Südharzer KZ-Häftlinge vom Apr 1945 im Westharz

1944/45: Der Bau der Helmetalbahn
Sklavenarbeit mitten in unserer Heimat

Die verdrängte Vergangenheit
Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit in Nordthüringen, 65 Abb., 15-seitiger Dokumentenabdruck

Erinnerungsstätten an Unmenschlichkeiten des Nationalsozialismus im Landkreis Goslar
Verein Spurensuche Goslar e.V., Wolfgang Janz, Erinnerungsstätten an Unmenschlichkeiten des Nationalsozialismus im Landkreis Goslar, Goslar 2003

Spurensuche Goslar in der Bundestagsdebatte
Deutscher Bundestag, 114. Sitzung, Berlin, Donnerstag, den 6. Juli 2000

"Gebt uns unsere Würde wieder" - Die Briefe
Kriegsproduktion und Zwangsarbeit in Goslar 1939 - 1945

"Gebt uns unsere Würde wieder"
Kriegsproduktion und Zwangsarbeit in Goslar 1939 - 1945

Von "Dora" bis zum Bahnhof Oker
Das Wegzeichenprojekt Westharz und der Marsch des Lebens

Arbeiten für Großdeutschland - Teil 3

Stadtarchiv Bad Lauterberg
KptLt a.D. Helmut Lüder

Herkunft, Altersstruktur und Geschlechterverteilung

In Bad Lauterberg waren in den Jahren 1939 bis 1946 insgesamt 4259 Ausländer aus 21 Nationen gemeldet, bzw. zeitweilig gemeldet. Drei Nationalitätsangaben mit insgesamt 25 Personen sind jedoch nicht genau zu bezeichnen. Die 66 Volksdeutschen wurden in diese Zahl mit einbezogen und als solche auch bezeichnet.


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Die prozentuale Aufteilung der Herkunftsländer und die Anteile der einzelnen Nationalitäten zeigt die nächste Abbildung.


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Das sich aus diesen Zahlen ergebene Bild der Herkunftsländer und Anteile der einzelnen Nationalitäten20 entspricht prozentual in etwa dem, was für das gesamte Deutsche Reich galt. Erheblich höher war allerdings der Anteil der sowjetischen Arbeitskräfte in Bad Lauterberg 45,3% im Gegensatz zu knapp 33% im gesamten deutschen Machtbereich. Der Anteil der polnischen Arbeitskräfte in Bad Lauterberg 9,4% lag etwa 10% niedriger als im Reich und den besetzten Ländern. Die Nationalitäten, die nur einen geringen Anteil am Ausländeraufkommen hatten, wurden unter dem Begriff "Sonstige" zusammengefaßt. Niederländische und belgische Staatsbürger wurden ebenfalls gebündelt, da die teilweise in die Meldekarten eingetragene Nationalität "Flame" manchmal zweideutig war.

Bei der Altersstruktur ist zu bemerken, daß sie durch einen erheblichen Anteil junger und sehr junger Ausländer geprägt war und keinesfalls den Durchschnitt einer normalen erwerbstätigen Bevölkerung abbildet. Insgesamt liegen zu 4216 Ausländern die hier zum Arbeitseinsatz herangezogen wurden die Geburtsdaten bzw. die Geburtsjahre vor. Ausländer mit "unbekannten" Personenstandsdaten gingen in die Aufstellung nicht mit ein. Die Auswertung liefert aber trotzdem ein einigermaßen realistisches Bild.


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Die Jahrgänge 1919(x) bis 1927(x) stellten das Gros der ausländischen Arbeitskräfte. Diesen Jahrgängen entstammten 2406 Personen. Mehr als die Hälfte der Arbeiter waren zu Beginn ihres Einsatzes im Bad Lauterberg zwischen 15 - 23 Jahre alt. Am zahlreichsten waren die Geburtsjahrgänge 1922(y) bis 1924(y) vertreten. In 4 Einzelfällen waren die eingesetzten Ostarbeiterinnen und Polinnen 12 Jahre alt. Es ist allerdings nicht mehr nachzuvollziehen, ob dieses ein fehlerhafter Eintrag in der Meldekartei war oder ob die dort eingetragene Berufsbezeichnung "Arbeiterin" im Metallwerk Odertal auch tatsächlich zutraf.

Als Beispiel ist hier der Geburtsjahrgang 1924 dargestellt, er umfaßte 203 männliche und 226 weibliche ausländische Arbeitskräfte. Mit Beginn des Arbeitseinsatzes im Jahr 1942 betrug das Durchschnittsalter der ausländischen Arbeiter 18 Jahre.


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Der Anteil an Ostarbeitern und Polen des Jahrganges 1924 war, mit 64,8% überdurchschnittlich hoch im Gegensatz zu den anderen Nationen, welche zusammen im Schnitt 35,2% erreichten. Auch der Anteil der weiblichen Arbeitskräfte erreichte mit 52,7% einen hohen Wert. Im Vergleich dazu ein statistischer Wert aus dem Kreis Osterode aus dem Jahr 1938. Danach betrug bei den gewerblichen Arbeitern der Anteil der deutschen weiblichen Arbeitnehmerinnen nur 26%21.

Der starke Anteil von weiblichen Ostarbeitern hatte folgende Gründe. Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) begleitete den Arbeitseinsatz von Ausländern und vor allem der Ostarbeiter durch ständige Beobachtung. Die Auswertung oblag dem "Arbeitswissenschaftlichen Institut" der DAF, welches 1944 eine Broschüre22 zum Thema Ostarbeitereinsatz heraus gab. Darin findet sich eine generelle Beurteilung der Eigenschaften männlicher und weiblicher Ostarbeiter. Während die Männer als passiv und träge galten, hielt die DAF die sowjetischen Frauen für regsamer, kultivierter, geschickter, gebildeter und leistungsfähiger. Die DAF nahm an, daß die sowjetische männliche Bildungselite nicht für den Einsatz in Deutschland zur Verfügung stand, entweder weil sie mit der Roten Armee abgezogen war, oder weil sie in den besetzten Ostgebieten selbst durch deutsche Behörden eingesetzt wurde. Bei Frauen wurden solche Besonderheiten nicht festgestellt.

Fußnoten
20 Spörer, Zwangsarbeit, P. 220-222.
21 Der Ausländereinsatz im Landkreis Osterode 1939 - 1945, C.H. Gattermann, P. 36.
22 Arbeitswissenschaftliches Institut der Deutschen Arbeitsfront (Hg.) Arbeitseignung und Leistungsfähigkeit der Ostarbeiter in Deutschland, Berlin 1944.



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